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Gevenicher Mundart

Gevenicher Mundart

Unser "Jewenia Platt" gehört zur moselfränkischen Dialektgruppe. Das Hauptverbreitungsgebiet ist das nördliche Rheinland-Pfalz im Bereich Eifel, Mosel, Hunsrück und Westerwald. Das Verbreitungsgebiet hat in etwa die Form eines Dreiecks, gebildet aus den Eckpunkten Saarbrücken - Prüm - Siegen. Innerhalb des moselfränkischen Dialektes unterscheiden sich fünf größere Gruppen. Dies sind Trierisch, Eifelisch, Untermoselanisch, West-Westerwäldisch und Siegerländisch. Wörter, die in allen Bereichen ähnlich klingen sind z.B.:

Mosel = Musel
Topf = Deppe/Döppe
Pferd = Päad
Karre = Koa
Schaaf = Schoof

Nahe verwand sind die Lothringische, Westpfälzische und die Luxemburgische Sprache.

Verbreitungsgebiet der moselfränkischen MundartInnerhalb der Lautegruppen gehört das "Jewenia Platt" und auch das der Nachbardörfer der Vordereifel, nach seiner Lautmalung eher nicht -wie man vermuten würde- zur eifelischen sondern zur untermoselanischen Gruppe. Das Platt eines Metternichers oder eines Niederfellers klingt dem unseren ähnlicher als das eines Dauners, wobei die Grenzen sicher fließend sind. Besonders deutlich fällt in unserer Region die Verschiebung des Buchstabens "G" nach "J" auf. Auch hier ein paar Beispiele:

Gevenich = Jewenich
gestern = jesta
wie geht es dir? = bie jät et dir?"
morgens = morjens

Nicht ganz so ausgeprägt ist diese Verschiebung, wenn das "g" in der Wortmitte zu finden ist. Erwähnt sei noch, dass wir in Gevenich dazu neigen, Selbstlaute in die Breite zu ziehen. Als Beispiel seien die Worte Wasser = Waaßer und Bach = Baach genannt.

Der nachfolgende Satz
"Wenn man im Sommer morgens die Vögel pfeifen hört, geht es einem schon viel besser und man wird munter wie Nachbars Katze"

klingt im Hochwald etwa so:
"Wämma äm Summa morjens de Vehl päifen hert, gät et änem schon vill bessa on ma geft monter wiem Noba sein Katz". (Vielen Dank an Vinzenz Arend).

In der Bitburg-Prümer Gegend klingt er etwa so:
"Wenn ma am Sumer morjens de Vieel päifen hiert, gät et em schung viel besser un ma get munta wie Norbers Kaatz". (Vielen Dank an Johannes Eul).

Und bei uns:
"Wemma im Summa morjens de Viel päife hiert, jät et änem schunn viel bessa un ma jeft munta bie dem Nopa säin Kaatz".

Leider wird die Mundart nur noch von wenigen Jugendlichen gesprochen, verdrängt durch die allgemeine Umgangssprache des Hochdeutschen. So muss man wohl davon ausgehen, dass in wenigen Jahren diese liebenswerten Mundarten nicht mehr gesprochen werden. Wenn Sie Interesse am "Jewenia Platt" und seinem Wortschatz haben, klicken Sie sich hier in unser Downloads.

Weitere Informationen finden Sie unter http://www.mir-schwaetze-platt.de