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Spurensuche

Spurensuche ist ein Angebot an alle, die sich für die Vergangenheit von Gevenich interessieren, die wissen möchten, wie unsere Vorfahren vor Generationen, vor Jahrhunderten gelebt haben, wie sich das Leben und der Ort veränderten. Vielen Dank an Walter Schleuss für diese Beiträge.

Zwo Schierze

Historische Aufnahmen haben ihren eigenen Reiz. Für den Bruchteil einer Sekunde halten sie den schnellen Fluss der Zeit fest, dokumentieren, wie es war, und erlauben einen flüchtigen Blick in unsere Vergangenheit.
Historische Fotos aber sind mehr als Momentaufnahmen. Sie haben immer eine Geschichte und regen uns an, weiter zu fragen nach den Personen, dem Ort, den Lebensumständen ....
So sind auch unsere Fotos ein Spiegel ihrer Zeit.

Gevenich 1929, Schulhof. 3 Kinder, 3 von insgesamt 5 Geschwistern. Hedwig Hammes (Jahrgang 1917), Alois Hammes (der einzige Junge, Jahrgang 1919) und Anna Hammes (Jahrgang 1921), so wie Geschwister damals eben aufeinander folgten, zahlreich und regelmäßig.

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Volksschule anno 1929

Gevenich war klein, arm, aber kinderreich. Lehrer und Pastor waren noch Respektpersonen, die trotz ungünstiger Umstände mit großem Einsatz meist vergeblich gegen Uneinsichtigkeit und Enge ankämpften. Wirtschaftliche Not und Perspektivlosigkeit setzten in den Jahren nach dem 1. Weltkrieg andere Prioritäten als die schulische Förderung der Kinder. In einer Zeit, als das Geld fürs tägliche Brot nicht reichte, wurde Schule klein geschrieben. 

So kennen wir alle die alte Schule mit den beiden ehemaligen Klassenzimmern über dem Keller und der 1932/33 angebauten Lehrerwohnung.

 
Schule 1932 mit dem auf die Südseite  verlegten Zugang, da wegen der Pflasterung des Unterdorfes 1928 der Treppenzugang von der Straßenfront (Pfeil) verlegt werden musste. Anstelle des Hauptzugangs Straßenseite wurde das untere große Treppenhausfenster links eingesetzt. Deutlich zu erkennen sind die Bruchsteine, die für den Wohnungsanbau angekarrt wurden.

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Schoute, Neistnotz, Krummer Hund

Schimpf- und Schmähwörter ... im Jewenijer Platt

Schimpfen tut gut. Schenne ist wie ein Ventil und befreit, wenn die innere Spannung unerträglich geworden ist. So richtig vor sich “hinwettern”, seinem Gefühl freien Lauf lassen, ist wie ein reinigendes Gewitter. Danach sieht und denkt man wieder klarer, und wenn Ärger, Unmut und Unzufriedenheit verflogen sind, ist man selbst wieder verträglicher.
Beschimpfen aber geht immer (mindestens) einen Schritt zu weit. Beschimpfen will etwas ganz  anderes, will erniedrigen und verletzen, denkt nicht, fragt nicht, sondern poltert grob und derb los. Schimpfen ist wie ein leichtes Sommergewitter, das (manchmal mit viel Donner) schnell vorüber ist. Beschimpfen richtet bewusst Flurschaden an.
Verleumden aber heißt, die unterste Stufe zwischenmenschlichen Gegeneinanders erreicht zu haben. Ein Abgrund tut sich auf, eine Brücke, die trägt, ist nicht in Sicht. Verleumden bedeuten immer, wissentlich und bedenkenlos aus niederen Beweggründen Unwahrheiten zu säen in der Erwartung, dass die meist heimliche Saat aufgehen möge, um jemanden fertig zu machen, denn “es bleibt ja immer etwas hängen.”

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