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Spurensuche

Spurensuche ist ein Angebot an alle, die sich für die Vergangenheit von Gevenich interessieren, die wissen möchten, wie unsere Vorfahren vor Generationen, vor Jahrhunderten gelebt haben, wie sich das Leben und der Ort veränderten. Vielen Dank an Walter Schleuss für diese Beiträge.

Et es Herrest

Zeit fier Rummele un Kullrawe

Et es Herrest, et Koar es oof, de Krumpere sen im Kaller un de Boure han schunn et neie Koa in de fresch imjeploochte Krumperestecka jesät. De September woar zimmlich hektisch. Et Fooda fier et Veh es och schunn knapp jähn, un die Froue mooßten - Striehbändele iwwerm Arm - in de Rummelestecker bladde john, kän schien Arbet,  de Blädder woaren mäst naass, un de Berdele, de zom Offladde ous dem Steck getrohn joofte, woaren schwer. De Floar es zimmlich ousjeroumt, un de Stoppele sen janz korz, direkt iwwerm Bodde oofjemäht. Et Strieh es rar.

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Met Koascht un Manne

Krumpere growe in aler Zeit

1875 ... Heu ziemlich aber schlecht bekommen Korn wenig und kurzes stroh. Hafer und Gerst mittelmäßig die Korn satt anfangs trocken, dan Regen dadurch wird es spät, dadurch wurde es schlecht so das wir unter dem Kierhweg alle ausgefahren haben. Kartofleln wenig und schlecht

Wer heute durch die Zehnreih geht, findet kaum noch ein Kartoffelfeld, Ergebnis des radikalen Strukturwandels in unseren Dörfern, der noch vor 2 Generationen undenkbar gewesen wäre, als Krumpereferie offiziell die Bedeutung der Kartoffeln für die allgemeine Ernährung unterstrichen.

Dabei haben Kartoffeln  200 Jahre lang das Überleben unserer Bauern gesichert.  Wenn die Getreideernte nur wenig Ertrag brachte, half die Kartoffel über die Runden, und wenn beides der Witterung oder Schädlingen zum Opfer fiel wie 1875,  war Hunger angesagt. Selbst wer kein eigenes Land bebaute, fand eine Ecke für Kartoffeln, denn der Verbrauch war so selbstverständlich, dass noch in den letzten Kriegsjahren höchst offiziell 3 Zentner Kartoffeln pro Kopf zugestanden wurden.

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Dreschen vor 60 Jahren

Met em Fläjel im Schouredenn

Die Bauern in der Eifel waren Frühaufsteher. Wenn es im alten Dorf Tag wurde, begann überall im Haus und  im Stall die Arbeit und wenn dann die Kuhketten rasselten, die Hunde an ihren Ketten zurrten und vor ihrer Hütte winselten, dann lockten - von der Retsch bes int Innerdorf  -die vertrauten Geräusche auch den Hartnäckigsten aus der wohligen Kuhle seines Strohsacks.

Ende September, Anfang Oktober waren die Tage schon merklich kürzer, und neue Töne aus der Nachbarschaft ließen aufhorchen. Ihr gleichmäßig ruhiges, aber eindeutiges  Klick-Klack oder Klick-Klick-Klack verriet, dass in den kommenden Wochen und Monaten in Gevenich die Dreschflegel wieder den Takt angaben.

Nachgestellte Vorführung des Dreschvorgangs 2001 bei Dederes Tunn in de Schouer
Nachgestellte Vorführung des Dreschvorgangs 2001 bei Dederes Tunn in de Schouer

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