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Spurensuche Listenansicht

Nach Jahr und Tag

Erstellt am Sonntag, 29. Juni 2008 22:45
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Am 29. Juni 2007 vor genau 1 Jahr kündigte sich Spurensuche an.
1 Jahr und 25 Beiträge später eine erste Zwischenbilanz.

Spurensuche ist ein mühsames Geschäft. Man kommt immer zu spät, egal ob 500, 100, 50 Jahre oder auch nur 1 Tag. Immer auf der Suche nach Kleinigkeiten, die aus dem kargen Alltag unserer Vorfahren zufällig geblieben sind, bleibt Spurensuche ein Wettlauf mit der Zeit.

Spuren gibt es überall, sie begleiten uns tagaus, tagein,  meist unbeachtet und selbstverständlich. Beredte Spuren aber, die uns ein Fenster, eine Tür öffnen und einen Einblick in unsere Vergangenheit geben können, sind eher selten, bleiben meist verborgen und verschwinden immer mehr. So gerade heute. Mit dem Eingeständnis “Ich weiß zwar nicht, für was die Dinge gebraucht werden aber vielleicht kann jemand etwas damit anfangen “ werden gerade im Internet 5 alte Werkzeuge zur Holzbearbeitung angeboten, Standort Gevenich. Zum Konvolut gehören 1 Breitbeil, das zur Standardausrüstung jeden Zimmermanns gehörte, um die Balken handzubeilen, Hippen zum Entasten und Behauen von Hecken und Gestrüpp, ein Schäleisen zum Entrinden und - schon eine Seltenheit - ein typisches Loheisen. Alles Werkzeuge, die von der Arbeit früherer Tage erzählen könnten, aber zunehmend verschwinden.

Unsere Speicher, Keller und Schuppen sind längst ausgeräumt und, von allem Plunder befreit, aufgeräumt. Unsere schnelllebige Zeit wirft nur noch weg und tauscht aus, was bereits auf Verschleiß hergestellt nur noch eine vorprogrammierte kurze Zeitspanne halten darf. Reparaturen lohnen nicht mehr, und wenn, gibt es immer weniger Handwerker, die früher übliches Handwerk verstehen und konkurrenzfähig anbieten können.

Und doch ist unsere Vergangenheit nicht tot, sondern lebendig und spannend. Wir stehen mit einem  Fuß in der Vergangenheit, während wir den nächsten Schritt nach vorne tun.

Um Perspektive zu bekommen, brauchte Spurensuche viele, die vor Ort mithelfen.
Unser Dorf und unsere Gemarkung sind das Ergebnis von 1000 Jahren meist harter Arbeit. Das  Ergebnis ist bemerkens- und liebenswert.