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Sagen über Gevenich

Gebe nichts - Gevenich

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Vor langer Zeit klapperte am Waldrand an der “Franzosenkaul“ eine schöne Mühle. Der Müller war vom vielen “Moltern“ wohlhabend geworden, aber der unehrlich erworbene Reichtum versteinerte sein Herz. Vorüberziehende Wanderer und Bettler, die in der Mühle um einen Imbiss oder ein Almosen vorsprachen, wies der geizige Müller barsch ab.

Eines Tages kam eine Familie an der Mühle vorbei, der es in den lieblichen Quellgründen des Ellerbaches gut gefiel. Namentlich hatten es den Leuten das trauliche rauschende Wassers und das lustige Klappern der Mühle angetan. Sie erbauten sich in der Nähe eine Hütte. Das war dazumal sehr schwer. Oft hätten die Leute einwenig Hilfe bitternötig gebraucht. Aber der reiche Müller beschied alle Bitten schroff und kurz: “Ich gebe nichts!“ Sie nannten ihn daher einfach den Müller “Gebenichts“.

Später siedelten sich immer mehr Leute um die Hütte an und so entstand ein kleines Dorf, dem die Nachbargemeinden zur Erinnerung an jenen geizigen Müller den Namen “Gebenichts“ gaben, obschon dieser längst verarmt den Ellerbach hinuntergegangen war. Aus diesem Namen ist dann im Laufe der Zeit   G e v e n i c h   geworden.

Das Schicksal des hartherzigen Müllers “Gebenichts“ aber ist in Gevenich insofern im entgegen gesetzten guten Sinne lebendig geblieben, als die Dorfbevölkerung heute weit und breit im Eifelland als besonders gastfreundlich, gesellig, freigebig und mildtätig gilt.