Panorama

Das Heiligenhäuschen am Hundsacker

In der Gemarkung Hundsacker am Flugplatz steht seit dem Jahr 1613 ein Heiligenhäuschen. Der Ursprung des kleinen Kapellchens ist nicht mehr eindeutig zu belegen. In den früheren Jahren war es die Familie Franzen, die sich für das Gebäude verantwortlich fühlte. Das zentrale Bildnis der schmerzhaften Mutter Gottes aus dem Jahr 1848 trägt die Inschrift:

Dieses Bild liess zur Ehre Gottes errichten Johann Peter Franzen und seine Kinder v. Gewenic.

Rechts davon steht in einer Mauernische  eine Marienfigur. Die einst von einem Vater, der um das Leben seiner schwer erkrankten Tochter bangte, gestiftete Figur wurde aber gestohlen. Die danach neu beschaffte Figur erhielt zu ihrem Schutz vor Dieben ein eisernes Gitter. Nachkommen dieser Familie kümmern sich auch heute noch um diese Figur.

Später kam das Kapellchen in den Besitz der Familie Jahnen, die seither die Patenschaft  dafür übernommen hat. So ließ Johann Josef Jahnen zum Andenken an den gefallenen Sohn eine in Holz geschnitzte Tafel an der linken Seite im Innenraum anbringen.  Als 1964 die ehemalige Pfarrkirche abgerissen und die Kirchenbänke entsorgt wurden, rettete die Familie eine dieser Bänke, ließ sie verkürzen und in der Kapelle aufstellen. Sie ist heute die einzig verbliebene Bank aus der ehemaligen Kirche. 1983 verstärkte die Familie Jahnen das Fundament des Gebäudes , erneuerte den Boden und gab ihm innen und außen einen neuen Anstrich. 1989 pflanzte man dort einige Fichten und Buchen, die inzwischen schon eine stattliche Höhe erreicht haben. In Verbindung mit einer Sitzbank und einem "Waldsofa", die von der Ortsgemeinde in der Nähe aufgestellt wurden, ist ein Platz zum Besinnen und Ausruhen mit weitem Blick über Eifel und Hunsrück entstanden. Es ist Ziel- und Wendepunkt so mancher Spaziergänge, es brennen auch immer Kerzen dort und für den Blumenschmuck finden sich immer wieder Menschen, die sich darum kümmern.

Nun war es wieder an der Zeit, das ehrwürdige Kleinod gründlich zu renovieren. Ewald Jahnen und Ferdi Linden nahmen sich der Sache an und gaben der Kapelle innen und außen neuen Glanz. Für die geleistete ehrenamtliche Arbeit den Beiden und allen Ungenannten, denen das Wohl dieser Kapelle am Herzen liegt, ein herzliches Dankeschön.

 

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